Carillon

Bastiontown

Stadtbild

Boozetown, deren korrekte Bezeichnung eigentlich Bastiontown lautet, ist eine Hafenstadt in der Thorns Bay und die nördlichste Stadt der Royal Colonies. Neben dem Hafen, den Waren- und Lagerhäusern prägt vor allem die riesige namensgebende Bastion das Stadtbild.

Als Siedlung direkt an der Front zwischen den aktinischen Kolonien ("Les Actines") und den Royal Colonies ist es nicht verwunderlich, dass die Stadt einen Hafen für Kriegsschiffe und eine große Festung beherbergt. Die Bewohner sind heute zum Großteil Hafenarbeiter und Händler. Die Stadt dient nicht nur als Umschlagplatz, sondern auch als Abschiebungsort unliebsamer oder straffällig gewordener Arbeiter. Nicht ohne Grund gilt Boozetown daher als sehr raues Pflaster, wo die Fäuste schnell fliegen und man sich schnell mit einem Messer im Bauch wiederfinden kann und das trotz der großen militärischen Präsenz, die sich allerdings fast ausschließlich in der Festung aufhalten. Böse Zungen behaupten auch, dass die dicken Mauern die Soldaten auch vor den gewaltbereiten Bewohnern schützen sollen. Dennoch gilt die Stadt als wichtiger Umschlagplatz und günstige Alternative zum dem teuren Hafen in Carillon Stadt.

Die Legende von Captain Copperfield

Vor 25 Jahren wurde der Freibeuterkapitän Lemuel Copperfield wegen Piraterie zum Tode verurteilt und am St-Cedric's-Pier von Boozetown in einem Eisenkäfig dem grausamen, langsamen Hungertod überantwortet. Der rostige Käfig mit den darin verrottenden Knochenresten hängt, mit vielen anderen, als Mahnmal an alle Piraten noch heute am Pier und begrüßt die ein- und ausfahrenden Schiffe.

Copperfield hatte es vor allem auf Ostring'sche Handelsschiffe abgesehen, die Rum von den Kolonien in die Heimat brachten und im Gegenzug Carillon mit dort notwendigen Waren versorgt und Passagiere mit nach Carillon brachten.  Man munkelte damals, Captain Copperfield sei von einem Teil seiner Crew verraten und irgendwo vor den westlichen Sicle Isles in eine Falle gelockt worden, wo Carillische Patroullienboote nachts sein Schiff entern und ihn festnehmen konnten. Man konnte den größten Teil seiner Beute sicherstellen, aber von einigen wertvollen Schmuckstücken, die er der Herzogin von Ghent abgenommen hatte, sowie von zehn Fässern des legendären Fort Port 92er Jahrgangs, dem vielleicht besten und teuersten Rum, der je in den Kolonien gebraut worden war, fehlte jede Spur.