Carillon

Das Gefecht vom Oakhorn

Direkt zwischen der Carillon Bay Colony und der Port Bay Colony fließt an der nördlichen Grenze der Fluss Oakhorn, der an diesem Teil des Landes auch die Grenze zwischen den beiden Kolonien markiert.


Wenn man der Straße von Carillon Bay nach Port Bay folgt, gelangt man beim passieren dieser Grenze durch das Oakhorn Creek. Während das Dorf Hartford weiter im Norden an der Küste liegt und einen kleinen Verschiffungs- und Fischereihafen hat, liegt das Dorf Chilton weiter südlich und landeinwärts. Den Reisenden jedoch führt die Straße mitten durch das Dorf Stars Hollow, welches hinter der Brücke über den Oakhorn liegt und sich damit, zumindest in der Theorie, auf dem Gebiet der Port Bay Colony befindet.
Hier lebt man mit und von den Durchreisenden. Krämer, Gaststätten und die Wechselstube sind Orte, an denen man viele Gesichter und noch mehr Informationen und Gerüchte über das allgemeine Geschehen antrifft.

Nun wundert es nicht, dass nach dem Aufstand gegen die OIC durch den Kontinentalkongress im Jahre 128 ndE eine Gesandtschaft aus Port Bay kam, um die Bewohner von Oakhorn Creek auf ihre Seite zu ziehen.
Die Gesandten des Kongresses waren sich ihrer Sache ziemlich sicher, immerhin gibt es aus OC viele Verwandtschaften in die weiter westlich gelegenen Gegenden des Landes, außerdem, so war man sich sicher, würde die örtliche Lage von Stars Hollow dessen Bewohner sicher zugunsten des Aufstands stimmen.

Man hatte sich jedoch keine Gedanken dazu gemacht, dass die gesamte Gegend vom Holzhandel lebt. Der Großteil des Kapitals, von dem die gesamte Gegend lebt stammt aus der Holzfällerei, Verarbeitung und Verschiffung von Holzstämmen, aus denen die OIC ihre Kriegsschiffe baut.
Schnell war klar, dass die Kontinentalen den Bewohnern keine Alternative bieten können. Die Kontinentalarmee baut keine Kriegsschiffe und für alles andere braucht man kein Holz kaufen. Für Häuser und Forts gibt es an der Glockenspielküste überall genug Holz zu schlagen.
Schnell schäumten die Gemüter über und die Gesandtschaft wurde in Schimpf und Schande davongejagt. Laut Erzählungen wurden hierbei nicht nur grobe Beleidigungen, sondern auch sehr handfesten Drohungen ausgesprochen.

Ab diesem Zeitpunkt war allen klar, dass solch eine Provokation nicht ohne Reaktion bleiben würde, nur wusste niemand was geschehen wird.

An einem sonnigen Vormittag im Jahre 129 n.d.E. kam eine Gruppe Milizen aus der Gegend Scarsborow aufmarschiert und schritt entschlossen auf Stars Hollow zu.
Sofort war das Dorf in Alarmbereitschaft und flüchtete über die Brücke auf die andere Flussseite um sich dort zu verschanzen.
Die verfeindeten Milizen nahmen nun Stellung auf ihrer Seite der Brücke und es entbrannte ein Feuergefecht auf und um die Brücke herum.
Da beide Seiten sehr defensiv vorgingen und ihre Deckung kaum verließen, gelang es keiner Seite sich einen Vorteil zu erkämpfen.
Nach kräftezehrenden vier Stunden neigten sich auf beiden Seiten die Pulvervorräte dem Ende und die Angreifer aus Scarsborow traten den geordneten Rückzug an.

Den Bewohner von Stars Hollow blieb nichts anderes übrig, als ihnen erschöpft hinterher zu schauen.
Müde und voller Schlamm von der Uferböschung sammelten sie sich um in ihren Häusern zu schauen was zu retten war.
Zu ihrer Überraschung hatten ihre Nachbarn keinerlei Zerstörung hinterlassen. Es hatte niemand etwas beschädigt oder gestohlen, lediglich ein paar Kugeln der eigenen Seite hatten sich in die ein oder andere Häuserwand gebohrt.
Die Bewohner von Stars Hollow hatten an diesem Tag drei Verluste und fünf Verwundete zu beklagen.
Seit diesem Tag sind die Nachbarn aus Scarsborow als Brudermörder verhasst und schnell stand der Plan eine Miliz aufzustellen um solche Angriffe in Zukunft verhindern und Rache nehmen zu können.

Doch auch wenn das Dorf nahezu keinen Schaden hatte und die Verluste für solch eine Kriegshandlung sehr gering ausfielen, reden die Bewohner von Stars Hollow häufig von der entschlossenen Härte und Brutalität dieses Angriffs. Die Bewohner von Hartford und Chilton stimmen ihnen da stets zu, zeigen ihnen hinter dem Rücken aber den Vogel für solche Äußerungen.

Die Aufgaben der Miliz, welche im Jahr 129 ndE ausgehoben wurde beziehen sich auf Wachtposten, eine gewisse Präsenz gegenüber Reisenden und Sabotageakten.
Gerade diese Sabotageakte sind ein Thema, auf das sie besonders Stolz sind.
So ist die Gegend Scarsborow etwa einen halben Tagesmarsch entfernt und so ist es möglich nach ungefähr 14 bis 18 Stunden von einer Mission zurück zu sein.
Diese Missionen bestehen aus Kleinigkeiten wie einer gestohlenen Ziege, oder dem werfen einer brennenden Pechfackel in ein unbewachtes Ruderboot.
Doch auch wenn diese Aktionen militärisch so gut wie gar keinen Einfluss haben, wird sehr großes Aufhebens um solche Aktionen (bzw. die Abwehr selbiger) gemacht und solche Unternehmen sehr ernst genommen.